ESWE Studie

Standortgutachten ESWE Verkehr

in Kooperation mit Benz + Walter GmbH


Auftraggeber
öffentlich
Standort
Rhein-Main-Gebiet
Zeitraum
2016-2018
Zeitraum
2018
Status
abgeschlossen
Projektleitung
Jan Schulz


Leuchtturmprojekt für Zero-Emission

Die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH plant die Umstellung auf einen vollständig emissionsfreien ÖPNV bis 2022. Aktuell erfolgt die Aufstellung, Wartung und Instandhaltung, Betankung sowie Positionierung sämtlicher Fahrzeuge auf dem Betriebshof in der Gartenfeldstraße mit einer Fläche von ca. 40.000 m². Im Zuge dessen soll die bestehende Dieselbusflotte durch 221 batterieelektrische Busse (E-Busse) inklusive Ladeinfrastruktur(LIS) in 4 Lieferchargen von 2019-2022sowie 4 Brennstoffzellenbusse (BZ-Busse) inklusive Wasserstofftankstelle (H2-Tankstelle) substituiert werden.

Im Zusammenhang mit der lokalen Vision Zero Emission suchte die Stadt Wiesbaden Flächen, auf denen sich die Entwicklung eines Mobility Hubs realisieren lassen könnte. Das Betriebsgelände der Wiesbadener Stadtwerke ESWE stellt sich durch die Nähe zum Hauptbahnhof und Innenstadt, sowie durch die geänderten Anforderungen des zukünftigen Nahverkehrs als eine solche Potentialfläche dar. In Kooperation mit Benz+Walter analysierte bb22 architekten+stadtplaner mögliche Entwicklungszenarien auf dem Betriebsgelände der ESWE.

Bis zum Jahr 2022 soll der gesamte ÖPNV auf Wiesbadener Stadtgebiet durch Bau einer City-Bahn zwischen Wiesbaden und Mainz sowie die Umstellung der aktuellen Diesel-Bus-Flotte emissionsfrei werden. Mit diesem Leuchtturmprojekt soll ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität und der Akzeptanz des ÖPNV in Wiesbaden geliefert werden. Das Projekt ist mit einem umfangreichen Maßnahmenbündel mit Kern-, Unterstützungs- und Begleitmaßnahmen verknüpft, die im Green City Plan – Masterplan „WI Connect“ planerisch ausgearbeitet und für die Umsetzung spezifiziert werden.

Ziel dieses Gutachtens war die unabhängige Untersuchung und Bewertung der unterschiedlichen Handlungsoptionen und Standortalternativen unter Berücksichtigung ihrer stadträumlichen, funktionalen, gestalterischen, und zeitlichen Auswirkungen. Zum einen geht es um eine differenzierte Analyse und Darstellung der Bedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Grundstück und in dessen unmittelbarer Nachbarschaft. Zum anderen wird auch die Handlungsoption einer Verlagerung des Standortes in den Blick genommen. Innerhalb der unterschiedlichen Maßstabsebenen und Handlungsoptionen wird der Umsetzungsprozess schematisch illustriert.


Standort: Wiesbaden
Kategorie: Machbarkeitsstudie
Status: abgeschlossen

verantwortl. Partner: Jan Schulz, Felix Nowak
Team: Eva Sydow, Johannes Heynold